Kanzlei

Kanzleiphilosophie

Die Kanzlei Lerch sieht sich als Dienstleister des Mandanten. Die Interessen des Mandanten haben daher oberste Priorität.

Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass es dem Mandanten wichtig, dass

  • er kurzfristig einen Termin bekommt.
  • er direkt eine eindeutige Aussage zu seinem rechtlichen Problem bekommt. Sollte dies nicht möglich sein, hat er zumindest einen Anspruch darauf, kurzfristig eine Beantwortung nachgereicht zu bekommen oder zu erfahren, welche Sachverhaltsermittlungen noch notwendig sind.
  • er direkt eine Aussage zu den Kosten der Beauftragung des Rechtsanwalts und zu dem finanziellen Risiko eines möglicherweise zu führenden Prozesses bekommt.
  • der Rechtsanwalt das Problem des Mandanten einer wirtschaftlich vertretbaren Lösung zuführt. Eine außergerichtliche Einigung unter Aufgabe der Maximalposition dürfte allemal eher im Interesse des Mandanten liegen als einen Prozess mit ungewissem Ausgang zu führen.

Ich verspreche diese grundlegenden Erwartungen des Mandanten jederzeit zu erfüllen und garantiere eine stets umgehende Bearbeitung der Anfragen des Mandanten und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Was im Interesse des Mandanten liegt und worauf der Rechtsanwalt sein Augenmerk
legen sollte, hat schon der spätere Präsident der Vereinigten Staaten und selbst als Rechtsanwalt tätige Abraham Lincoln in einer Rede vor Studenten zusammengefasst. Die Notizen zu dieser Rede sind erhalten geblieben und datieren aus dem Jahr 1850:

„Die Leitlinie für den Rechtsanwalt – wie für jeden, der einer Berufung folgt – muss Eifer und Fleiß sein. Lasse nichts bis morgen liegen, was heute erledigt werden kann. Lasse niemals deine zu erledigende Korrespondenz anwachsen. Wann immer du ein Schriftstück in der Hand hast, erledige all’ das, was im Moment erledigt werden kann, bevor du es auf die Seite legst. Wenn du eine Klage erheben sollst, schreibe die Klageschrift in dem Moment, in dem du alle Fakten beisammen hast. Wenn Rechtsfragen zu klären sind, recherchiere und notiere sie so, dass du sie wieder auffinden kannst, wenn dies notwendig wird.

Die freie Rede sollte geübt und gepflegt werden. Sie ist das Mittel, mit dem der Rechtsanwalt mit der Öffentlichkeit kommuniziert. Wie begabt und engagiert er auch in anderen Dingen sein mag, wenn er nicht gut vortragen kann, wird er keinen wirtschaftlichen Erfolg haben. Gleichwohl gibt es keinen größeren Fehler für junge Anwälte als sich zu sehr auf das Abfassen von Reden zu verlassen. Wer meint, sich durch Schönreden von den Mühen der Rechtsanwendungen entledigen zu können, ist von vorneherein gescheitert.

Veranlasse deine Mitmenschen, wann immer möglich, zu einer einverständlichen Konfliktlösung. Verdeutliche ihnen, dass auch derjenige, der auf den ersten Blick der Gewinner zu sein scheint, häufig einen Verlust erleidet – an Honoraren, Auslagen und Zeit. Als Konfliktlöser hat der Rechtsanwalt die einzigartige Möglichkeit, Gutes zu tun. Es wird trotzdem genug Arbeit geben. Ermutige nicht zum Prozessieren. Es gibt kaum einen schlechteren Menschen als jenen, der andere zum Prozessieren anstachelt... Die Anwaltschaft muss sich bewusst sein, auch eine moralische Aufgabe zu erfüllen, und daher solche Personen von sich fern halten.

Es gibt diese vage Vorstellung in der Öffentlichkeit, dass Rechtsanwälte notwendigerweise unehrlich sein müssen. Ich sage bewusst vage. Wenn wir bedenken, in welchem Maße dem Rechtsanwalt von dem Mandanten Vertrauen entgegengebracht wird, erscheint es unmöglich, dass der Eindruck der Unehrlichkeit sehr ausgeprägt und berechtigt sein kann. Gleichwohl ist dieser Eindruck sehr verbreitet – gleichsam allumfassend. Niemand, der das Recht als seine Berufung wählt, soll sich dieser Erwartung auch nur für einen Moment beugen. Beschließe, unter allen Umständen ehrlich zu sein.“

(Abraham Lincoln, Notes On The Practice Of Law, ca. 1850)
 

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